Gemeinsam gefeiert

Di, 12. Okt. 2021
Franziska Bühler (links) eröffnet zusammen mit ihrer Stellvertreterin Tina Baumann das frisch renovierte Bistro.

Am Samstag feierte das St. Martin Muri sein 30-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste sind gekommen, um den Geburtstag der Institution zu feiern. Dynamisch soll das St. Martin mit einem neuen Leitbild, Slogan und Logo in die Zukunft gehen. Wie das aussieht, wurde an den Feierlichkeiten präsentiert. --red


Das Leben steht im Zentrum

30 Jahre St. Martin Muri wurde mit einem Festakt gefeiert

Zu seinem Geburtstag präsentiert sich das Alterswohnheim St. Martin in einem neuen Kleid. Der Name kurz und klar, das Logo dynamisch, der Slogan einprägsam. Das Bistro herausgeputzt und einladend. Und das neue Leitbild zeitgemäss und zukunftsorientiert.

Susanne Schild

«Heute schauen wir auf viel Erreichtes in den letzten 30 Jahren zurück. Wir fragen uns aber auch, wie es mit der Institution weitergehen wird», begrüsste Geschäftsleiter Josef Villiger die grosse Gästeschar. «Das St. Martin Muri ist einem stetigen Wandel ausgesetzt», führte Stiftungsratspräsident André Stierli in seiner Rede aus. Unverändert bleibe dabei jedoch die tiefe Überzeugung, dass die Anliegen und Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner im Zentrum stehen bei allem, was man mache. «Gemeinsam statt einsam» blicke man zuversichtlich in die Zukunft.

Vor vier Jahren entschlossen sich die Geschäftsleitung und der Stiftungsrat dazu, ein neues Logo einzuführen. «Wir wollten auf einen Blick auf den Punkt bringen, was unsere Institution verkörpert», sagte Josef Villiger. Eine Strategie, die aufzeigt, wo man steht und wohin man gehen möchte, wurde daraufhin erarbeitet. «Wir möchten die Zukunft dynamisch gestalten und eine agile Führung leben in einer sich stetig wandelnden Welt», so der Geschäftsleiter. Das handschriftliche und schwungvolle «m» im Logo stehe sowohl für die Stiftung St. Martin, für das Miteinander wie auch für Muri. Mit dem Grafiker André Laubacher von der Agentur mehrwert GmbH habe man jemanden mit Murianer Wurzeln gefunden, der die Gedanken übernommen hat und ihnen einen grafischen Ausdruck geben konnte.

Der Name verleihe Menschlichkeit

Nun galt es noch in dem doch länger dauernden Prozess der Logo-Findung den Leitsatz zu entwerfen, so Villiger weiter. «Wohnen mit Dienstleistungen» hätte die Zukunft gut beschrieben. Doch wohnen kann man überall, aber «Leben im Zentrum» sei einzigartig im doppelten Sinn. «Unsere Institution steht im Zentrum von Muri. Zum Zweiten steht das Leben im Zentrum», sagt der Geschäftsleiter. Doch nicht nur das Logo ist neu, sondern auch der Name. «St. Martin hat einen religiösen Hintergrund. Ein neuer Name hätte da eine gewisse Neutralität vermitteln können. Einen frischen Wind», so Josef Villiger. Doch St. Martin habe einen guten Ruf, klinge edel und gut. «Den guten Geist und die Kultur wollten wir behalten», unterstrich er weiter. Deshalb sei man beim Namen St. Martin geblieben und habe ihn mit Muri ergänzt. «St. Martin Muri klingt einfach und klar. Für mich persönlich hat der Name etwas Edles. Ich finde ihn auch in der heutigen Zeit schick», erklärte Villiger den anwesenden Gästen. Der Name verleihe Menschlichkeit. Name und Logo seien vereint entstanden, so Villiger weiter. «Alle Gedanken sind auf den Punkt gebracht. Jetzt gehen wir dynamisch und zum Wohle der Gemeinschaft in die Zukunft.»

Ein langer Weg liegt noch vor der Institution

«Was wünscht man einem 30-Jährigen zum Geburtstag?», diese Frage stellte sich Stiftungsrat Daniel Räber. Gesundheit, Glücksmomente und Lebensfreude würden sicherlich dazugehören. Der Jubilar habe das junge Erwachsenenalter erreicht. «Er hat schon einiges erlebt, aber ein langer Weg liegt noch vor ihm.» Um diesen Weg gut meistern zu können, seien ein guter Plan und eine klare Vorstellung, wie man sein Leben gestalten möchte, nötig.

«Jeder gute Plan hat ein Ziel», ist Daniel Räber überzeugt. Dazu seien vier gute Vorsätze nötig. «Erstens müssen Massstäbe für ein selbstbewusstes Leben gesetzt werden.» Zweitens benötige man das Wohlwollen und Vertrauen der Mitbewohner. Drittens müsste man ein attraktiver Arbeitgeber sein und nicht zuletzt müsse die Stiftung, obwohl sie nicht gewinnorientiert sei, wirtschaftlich arbeiten. «Die Voraussetzungen des St. Martin Muri dafür sind gut.» Man habe eine einmalige Lage im Zentrum, verfüge über ein zeitgemässes und flexibles Leistungsangebot und sei im Dorf und in der Region verankert. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Spitex und Spital funktioniere gut. «Die familiäre Note ist ebenfalls vorhanden. Das St. Martin Muri ist ein Treffpunkt», so Räber weiter. «Das Quartier wird durch die Institution belebt. Ein Begegnungsort zwischen den Generationen ist entstanden.»

Die Marktstrasse biete Raum für Wohnen, Gewerbe, Gastronomie und Freizeit, so Räber weiter. «Wir sind gut unterwegs, haben aber noch Luft nach oben. Wir sind bereit, in die Zukunft aufzubrechen.»

Wanderausstellung noch bis Ende Oktober

Nachdem das neue Logo enthüllt und das Bistro eröffnet worden war, machte Rita Strebel-Lacher, Präsidentin des Gönnervereins, noch auf die Wanderausstellung aufmerksam. Lanciert wurde die Ausstellung vom Kanton Aargau. Dieser kam auf den Gönnerverein zu und fragte, ob man daran mitwirken wolle. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Sichtweise des Alters. «65- bis 95-Jährige wurden befragt, wie sie das Alter empfinden», erklärte die Präsidentin die Idee. Am 4. September fand die Vernissage im Stadtmuseum Aarau statt. «Mir war es ein Anliegen, dass sie danach direkt nach Muri kommt», informierte sie weiter. Das ist ihr gelungen. Noch bis Ende Oktober kann die Ausstellung im St. Martin besichtigt werden.

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