Internationale Spitzenklasse

Di, 12. Jan. 2021
Er ist ein Meister am Klavier: Rafat Blechacz. Im Mai wird Rafat Blechacz auch Chopin in Boswil spielen. Und dazu noch Bach, Beethoven und Franck. Bilder: zg

Meisterkonzerte in der Alten Kirche Boswil im Jahr 2021

Konzerte mit grossen Künstlern sind im Künstlerhaus Boswil Tradition. Dieses Jahr setzen sie die Messlatte auf höchstes Niveau. Künstler aus der obersten Liga werden in der Alten Kirche ihr Können zum Besten geben.

Schon 1953 spielte Clara Haskil in der Alten Kirche Boswil. In den folgenden Jahren unzählige weitere. 1998 wurden die «Boswiler Meisterkonzerte» aus der Taufe gehoben und begeisterten schon Unzählige mit den vielfältigen Meistern ihres Faches. Diese erleben im Jahr 2021 einen kleinen Ärawechsel. In den letzten Jahren zeichneten Andreas Fleck, Michael Schneider und Peter Wipf für die Programmierung verantwortlich. Ab 2021 übernimmt der neue Geschäftsführer Samuel Steinemann die künstlerische Leitung der «Boswiler Meisterkonzerte». Er setzt die Konzert-Tradition nahtlos fort.

Musiker von Weltrang und Neuentdeckungen werden die ganze Saison über in einem der besten Konzertsäle der Schweiz erwartet. Konzerte vom Klavierrezital über kleinere Formationen wie das Streichquartett bis hin zu Aufführungen von barocken Spezialensembles oder Kammerorchestern bieten einen weiten musikalischen Bogen. Neben den Gipfeln des Kammermusikrepertoires lohnen dabei besonders musikalische Raritäten und Neuentdeckungen. Man kommt bei den Boswiler Meisterkonzerten in den Genuss der internationalen Spitzenklasse.

Oberste Liga der Holzblasinstrumente

Den Anfang hätte der amerikanische Bariton Thomas Hamson am 10. Januar machen sollen. Wegen der Pandemie und den Massnahmen musste dieses Meisterkonzert abgesagt werden. Das Meisterkonzert wird jedoch auf den Mittwoch, 1. September, verschoben.

So kommt, falls der Bundesrat morgen Mittwoch den Teil-Lockdown nicht verlängert, am 31. Januar der Flötist Emmanuel Pahud mit seinem Programm «Hommage à Aurèle Nicolet» nach Boswil. Dem Schweizer Flötisten Aurèle Nicolet hat das Künstlerhaus Boswil einiges zu verdanken. In den 1960ern gab es diesen historischen Boswiler Moment: Aurèle Nicolet spielte, Günter Grass las. Und Nicolet war es, der den Flöten-Papst Marcel Moyse nach Boswil brachte. Bald fünf Jahre nach seinem Tod ist ein Buch mit Erinnerungen über Aurèle Nicolet in Vorbereitung. Und im Konzert erinnert sich Emmanuel Pahud, selbst ein Nicolet-Schüler, musikalisch an seinen ehemaligen Meister.

Spielfreude und Präzision

Mit einem Meister auf einem Holzblasinstrument geht die Reihe am 20. Februar weiter. Dann beehrt Maurice Steger, Blockflöte, das Publikum in der Alten Kirche. Für das Programm «Suite Italienne» tauchen er und die Boswiler Stammgäste «Chaarts» in beste italienische Lebensart ein.

Im Frühling treten die Musiker «LGT Young Soloists» am 25. April in Boswil auf. Der junge Geiger Alexander Gilman hat das Streicherensemble für Höchstbegabte zwischen 14 und 23 Jahren ins Leben gerufen. Die jungen Talente stammen aus 15 europäischen Ländern. Am 23. Mai, am Pfingstsonntag, tritt dann Rafał Blechacz auf. Der Pianist wurde vor 15 Jahren auf einen Schlag weltbekannt und hat seither noch mehr an Tiefe gewonnen.

«Quatuor Ebène» sorgt für fulminanten Abschluss

Die beiden britischen Ausnahmekünstler Ian Bostridge (Tenor) und Julius Drake (Klavier) haben sich vom Aargauer Komponisten Friedrich Theodor Fröhlich (1803–1836) begeistern lassen. Sie spielen am 19. September in der Alten Kirche. Am 17. Oktober werden eine Klarinette, vier Saxofone und ein Flügel aufspielen. Dann nämlich kommen Sabine Meyer und das «Alliage Quintett» nach Boswil und präsentieren ein Potpourri von Bach bis Gershwin.

Schwergewichte der historisierenden Musizierpraxis sind sie beide. Nuria Rial, die katalanische Sängerin, die sich vor allem dem Barock widmet. Und der Deutsche Andreas Staier, seines Zeichens herausragender Experte auf allen Arten von Tasteninstrumenten des Barocks und der Klassik. Die beiden sind für den 28. November im Konzertkalender vorgesehen. Das französische «Quatuor Ebène» wird am 5. Dezember für den fulminanten Abschluss der «Boswiler Meisterkonzerte» im Jahr 2021 sorgen. --red

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