Neues Konzept

Fr, 24. Sep. 2021
In Sachen Prävention an der Schule Merenschwand ziehen Schulsozialarbeiterin Fabienne Peyer, Simon Bachmann, Jugendpolizist der Regionalpolizei Muri, Bettina Taiana, Schulleiterin Kindergarten/Primarschule, und Stefan Woodtli, Gesamtschulleiter und Schulleiter Oberstufe (von links), am gleichen Strick. Bild: Susanne Schild

An der Schule Merenschwand wurde ein neues Präventionskonzept erstellt. Darin wurde zusammengefasst, in welchen Klassen, zu welchen Themen und mit welchen Partnern man im Bereich der Vorbeugung tätig ist. «Durch diese Bestandsanalyse gewinnen wir wertvolle Erkenntnisse und werden noch transparenter», sind Bettina Taiana, Schulleiterin Kindergarten/Primarschule, und Stefan Woodtli, Gesamtschulleiter und Oberstufenleiter, überzeugt. --sus


Für das Leben fit machen

Neues Präventionskonzept der Schule Merenschwand

An der Schule Merenschwand wird schon viel in Sachen Vorbeugung unternommen. Im neuen Präventionskonzept werden die Massnahmen jetzt zusammengefasst, ergänzt, vereinheitlicht und transparent gemacht. Die Inhalte sollen dadurch nachhaltig und aufeinander aufbauend wirken, sodass alle noch mehr profitieren können.

Susanne Schild

«Ein gutes Schulklima, klare Strukturen, eine offene Kommunikation und eine gute Zusammenarbeit mit externen Partnern sind die besten Voraussetzungen für eine wirksame Prävention», sind Stefan Woodtli, Gesamtschulleiter und Schulleiter Oberstufe, und Bettina Taiana, Schulleiterin Kindergarten und Primarschule, überzeugt. «Von der Instruktion im Kindergarten, wie man einen Fussgängerstreifen richtig überquert, bis zum Aufzeigen der strafrechtlichen Konsequenzen eines Hass-Posts in den Sozialen Medien an der Oberstufe ist es uns ein grosses Anliegen, unseren Schülern neben Mathe- und Deutschunterricht in vielen anderen Bereichen Lebenskompetenzen mit auf den Weg zu geben», so beide weiter. Dabei sei man gut unterwegs, sind sie sich einig.

Dennoch habe man sich die Fragen gestellt: «Was wollen wir im Bereich Prävention leisten, was machen wir bereits, wo sind Lücken vorhanden und welche Themen und Angebote können noch aktiviert werden?»

Prävention muss funktionieren

«Der Alltag an der Schule bewegt. Schwierigkeiten zwischen den Schülerinnen und Schülern, aber auch zwischen den Schülerinnen und Schülern und den einzelnen Lehrpersonen sind unvermeidbar», räumt Bettina Taiana ein. Daher sei eine gut funktionierende Prävention umso wichtiger. Dafür müsse man aber aktiv werden. «Um noch stärker vorbeugend reagieren zu können, haben wir jetzt ein Präventionskonzept erstellt», erklärt Stefan Woodtli. Darin wurde zusammengefasst, in welchen Klassen, zu welchen Themen und mit welchen Partnern die Schule Merenschwand im Bereich der Vorbeugung tätig ist.

In einer Projektgruppe wurden alle bereits bestehenden Präventionsinhalte an der Schule Merenschwand aufgelistet. «Es geht dabei vor allem darum, dass die Schule so gut wie möglich diejenigen präventiven Inhalte aufgreifen möchte, die pro Altersstufe sinnvoll erscheinen», so Bettina Taiana. Dadurch könne ein nachhaltiger, spiralmässiger Aufbau gewährleistet werden.

Prävention geht jeden an

Auch das Schulparlament leistet einen grossen Beitrag. «Das ist ein sehr gutes Instrument, um am Puls der Schülerinnen und Schüler zu bleiben», informiert Bettina Taiana. Hier erfahre man beispielsweise, was die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sind, man könne miteinander arbeiten und Probleme bearbeiten. «Das ist die Basis. Die Schülerinnen und Schüler helfen so aktiv bei der Prävention mit», sagt Taiana. Aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler leisten ihren Beitrag zur Prävention. Auch die Eltern werden miteinbezogen. «Da sich insbesondere die Nutzung der digitalen Medien verändert hat, das heisst, dass viele Jugendliche bereits ab der fünften Klasse ein eigenes Handy haben, scheint es sinnvoll, vor allem diese Themen vorzuziehen», führt Woodtli als Beispiel an. Auf diese Problematik sei man an einem Elternabend aufmerksam gemacht worden. «Viele Eltern äusserten den Wunsch, das Thema vorzuziehen», sagt Woodtli.

Auch Schulsozialarbeiterin Fabienne Peyer ist von dem Konzept überzeugt. «Wir haben viel zusammengetragen und hinterfragt, wo wir noch aktiver werden können.» Wichtig ist für sie dabei, dass sie regelmässig die Klassen besucht und nicht nur, «wenn es brennt». Bereits in der ersten Klasse stellt sie sich bei den Schülerinnen und Schülern vor. «Der frühe Kontakt mit den Kindern ist wichtig, um Vertrauen auf bauen zu können», ist sie überzeugt.

«Wenn die Schülerinnen und Schüler einen kennen und wissen, dass jemand für sie da ist, ihnen zuhört, dann wenden sie sich auch an einen, wenn es Probleme gibt.» «Wenn die Schülerinnen und Schüler Fabienne Preyer kontaktieren, wissen wir, dass das Konzept funktioniert», bestätigt Stefan Woodtli.

Das Vertrauen muss zuerst wachsen

Ähnlich sieht das auch Simon Bachmann, Jugendpolizist der Regionalpolizei Muri. «Zum ersten Mal kommen die Kindergartenkinder mit uns in Uniform in Berührung, wenn wir ihnen zeigen, wie sie sich richtig auf dem Fussgängerstreifen verhalten», sagt Bachmann.

Durch die Verkehrsinstruktion halte man mit den Schülerinnen und Schülern so Kontakt bis zur zweiten Oberstufe. Auch die Jugendpolizei wird an der Schule aktiv. «Wir klären über das Strafrecht auf. Zeigen die Folgen. Auch Drogen- und Alkoholprobleme werden thematisiert.» Ebenso seien Gewaltdarstellungen und Pornografie relevante Themen. «Wir schaffen hier eine Vertrauensbasis. Wir zeigen, dass wir es gut meinen, konfrontieren die Schülerinnen und Schüler aber auch mit den Konsequenzen einer Straftat.»

«Durch sinnvolle Planung und Koordination können Ressourcen optimal eingesetzt und Synergien gut genutzt werden», sind sich alle einig. Prävention sei ein fester Bestandteil des schulischen Alltags und müsse durch alle Schulstufen aufeinander abgestimmt werden. «Wir sind eine Schule unter einem Dach. Deshalb ist uns Transparenz besonders wichtig. Einen Beitrag dazu leistet das neue Präventionskonzept», meint Stefan-Woodtli abschliessend.

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